Kölner Bezirksregierung startet ab 14. November 2022 die erste Wiederholungsmessung im Kavernenfeld Epe


Präzise Koordinaten sind die Grundlage für vielfältige Vermessungstätigkeiten, z.B. bei der Vermessung von Grundstücken und Liegenschaften. Durch äußere Einflüsse, wie sie beispielsweise durch den Abbau von Rohstoffen entstehen, kann es zu Veränderungen an der Erdoberfläche kommen. In diesen Bereichen liefert die Landesvermessung in größeren Zeitabständen aktualisierte Koordinatenwerte.

Hierzu wurden im Bereich des Kavernenfeldes Epe bereits im November 2017 im Rahmen einer sog. „Nullmessung“ zusammen mit dem Kreis Borken (Fachbereich Geoinformation und Liegenschaftskataster) und der Salzgewinnungsgesellschaft Westfalen auf insgesamt 44 markanten Punkten Koordinaten ermittelt. Durch die nun bevorstehende erste Wiederholungsmessung, bei der für die gleichen Punkte neue Koordinatenwerte gemessen werden, können Rückschlüsse auf mögliche großräumige Bodenbewegungen festgestellt und quantifiziert werden.

Dazu sind vom 14.11. bis zum 24.11. vier Vermessungstrupps gleichzeitig im Gebiet des Kavernenfeldes Epe tätig und führen Messungen unter Nutzung globaler Satellitenpositionierungssysteme durch.

Es ist die gesetzliche Aufgabe der nordrhein-westfälischen Landesvermessung, regelmäßig die Koordinaten ausgewählter Vermessungspunkte zu bestimmen. Zuständig hierfür ist die Abteilung 7 „Geobasis NRW“ der Bezirksregierung Köln.

Die Ergebnisse der Messungen werden bei Geobasis NRW ausgewertet. Man hat dort bereits Erfahrung bei der Messung und Auswertung großer Netze, so z.B. in den Gebieten des Rheinischen Reviers und im Ruhrgebiet. Die Koordinaten der 44 neu bestimmten Vermessungspunkte werden in den landesweiten amtlichen Nachweis der Vermessungspunkte eingepflegt. Amtliche Festpunktinformationen können über die Web-Anwendung AFIS http://www.bezreg-koeln.nrw.de/brk_internet/geobasis/raumbezug eingesehen werden.

Weitere Geobasisdaten stellt die Bezirksregierung Köln unter www.tim-online.nrw.de zur Verfügung.