Mediziner-Party in Köln: Bezirksregierung Köln wertet die Stellungnahmen als glaubhaft und nachvollziehbar


Feiernde bedauern Ihr Verhalten und entschuldigen sich offiziell

Am späten Abend des 17.04.2021 löste das Ordnungsamt der Stadt Köln gemeinsam mit der Polizei eine im Rahmen der Coronaschutzverordnung nicht zulässige Feier mit insgesamt 26 Personen in einer Gartenlaube in Köln auf. Unter den Anwesenden waren unter anderem neun approbierte Medizinerinnen und Mediziner sowie eine Lehrkraft. Allen Beteiligten wurde durch die Stadt Köln ein Bußgeld auferlegt.

Zusätzlich wurden die Medizinerinnen und Mediziner und die Lehrkraft von der Bezirksregierung Köln als Approbations- und Aufsichtsbehörde um eine Stellungnahme gebeten, um mögliche Konsequenzen zu prüfen. Die Bezirksregierung wies darauf hin, dass der Verstoß gegen die Coronaschutzverordnung nicht mit der - sowohl im beruflichen Umfeld, als auch im Privatleben - besonderen Verantwortung und Vorbildfunktion der handelnden Personen vereinbar ist.

Die Medizinerinnen und Mediziner haben, vertreten durch eine Rechtsanwältin, Stellung genommen. Sie entschuldigen sich ausdrücklich für ihr Fehlverhalten am Abend des 17. April 2021. „Insbesondere im Hinblick auf die aktuelle Lage hätten wir mit mehr Weitsicht agieren müssen“, äußern sich die Beteiligten und fügen an, dass sie den „entstandenen Schaden zutiefst bedauern.“

Außerdem versichern sie, dass es sich bei dem Verhalten keinesfalls um eine Kritik an den geltenden Infektionsschutzmaßnahmen gehandelt habe. Zum Zeitpunkt der Feier habe ein vollständiger Impfschutz bestanden und alle Personen sind vor und nach der Feier negativ getestet worden. Dies sei allerdings keinesfalls als Ausrede für eine Missachtung von Coronaschutzmaßnahmen zu verstehen.

Die Bezirksregierung wertet die Stellungnahme als glaubhaft und nachvollziehbar. Es wird davon ausgegangen, dass ein solches Fehlverhalten nicht noch einmal vorkommt. Für die Betroffenen wird es daher zu keinen weiteren Folgen in approbations- oder disziplinarrechtlicher Hinsicht kommen.

Die bei der Feier anwesende Lehrkraft hat zu dem Vorfall eine Stellungnahme abgegeben. Zusätzlich hat die Bezirksregierung hier zu einem klärenden Dienstgespräch eingeladen.