Schwermetallbelastung in der Stolberger Umgebungsluft wieder zeitweise erhöht


Die vom LANUV NRW ermittelten Immissionswerte in Stolberg weisen an einigen Tagen im Februar und März 2021 erneut eine erhöhte Belastung mit Arsen (As), Cadmium (Cd) und Blei (Pb) nach. Immissionsspitzen mit einer Höhe, wie sie noch im November letzten Jahres gemessen worden waren, sind nicht mehr aufgetreten. Die nun ermittelten Werte sind im Vergleich bis zu 10-fach geringer.

Von der erhöhten Belastung sind die Messstellen im westlichen Bereich des Stolberger Tales betroffen, während die weiter östlich gelegene Messstelle am Heinrich-Böll-Platz eher unauffällig ist.

Nach den im November 2020 festgestellten hohen Schwermetallbelastungen an einzelnen Tagen hatte es intensive Überwachungsmaßnahmen zur Ermittlung der Ursachen der Schwermetallbelastungen gegeben. Es wurde festgestellt, dass die Emissionsgrenzwerte an allen sogenannten gerichteten Quellen (Kamine) jederzeit deutlich unterschritten wurden. Der Betreiberin einer Bleihütte als wahrscheinlichem Hauptverursacher war ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Verbesserung der Immissionssituation aufgegeben worden. Die Maßnahmen haben im Wesentlichen das Ziel, die diffusen Emissionen der Bleiproduktion zu verringern. Einzelne Maßnahmen, wie z.B. die Gebäudereinigung und das Schließen von Gebäudeöffnungen, konnten kurzfristig umgesetzt werden, während andere Maßnahmen, wie die Optimierung der Hygieneabsaugungen und die Schaffung zusätzlicher automatisierter Regeleinrichtungen, planmäßig bis Ende April 2021 andauern.

Zwischenzeitlich hat es im Januar und Februar 2021 weitere Überwachungstermine gegeben, in deren Folge zusätzliche Maßnahmen vereinbart wurden. Beispielsweise sind hier die Installation einer stationären Staubsaueranlage und der Einbau von Trennwänden im Produktionsbereich zu nennen. Zieltermin hierfür ist September 2021. Darüber hinaus werden derzeit weitere Verbesserungsmaßnahmen auf ihre Machbarkeit hin überprüft.

Die Bezirksregierung Köln als zuständige Überwachungsbehörde verfolgt weiter mit hoher Priorität die erforderlichen Maßnahmen zur Verbesserung der Belastungssituation in Stolberg. Diese Maßnahmen sind Teil eines Prozesses, der sich derzeit in der Umsetzung befindet, weiter andauert und kontinuierlich fortgeschrieben wird.

Die Messwerte des LANUV können auf der Internetseite (https://www.lanuv.nrw.de/sonderuntersuchungsprogramme/stolberg) eingesehen werden.