Bundesverwaltungsgericht bestätigt Entscheidung der Bezirksregierung Köln


„ALEGrO“, die erste Höchstspannungsgleichstromverbindung zwischen Belgien und Deutschland

Das Bundesverwaltungsgericht hat mit Urteil vom 20.01.2021 die einzige Klage gegen den durch die Bezirksregierung Köln erlassenen Planfeststellungsbeschluss für den Bau und Betrieb der 320-kV-Höchstspannungsgleichstromverbindung Oberzier – Bundesgrenze (B), Kabelbauleiternummer 7001 vom 17.10.2018 abgewiesen. Die mündliche Verhandlung fand am selben Tage statt.

Der deutsche Übertragungsnetzbetreiber Amprion plante zusammen mit dem belgischen Netzbetreiber Elia den Neubau dieser rund 100 km langen Gleichstromverbindung von Niederzier-Oberzier im Kreis Düren bis nach Lixhe in Belgien. Das Projekt trägt den Namen „ALEGrO“ (Aachen Lüttich Electricity Grid Overlay) und ist nach Fertigstellung die erste Netzverbindung zwischen Belgien und Deutschland, deren Kapazität bei 1000 Megawatt liegt.

Die Klägerin beanstandete die Inanspruchnahme ihrer Grundstücke durch die Leitung. Das Gericht wies die vorgetragenen Einwände jedoch zurück und bestätigte die Entscheidung der Bezirksregierung Köln, wonach dem Schutz des an die Grundstücke der Klägerin angrenzenden Wasserschutzgebietes Vorrang einzuräumen ist und die vorgeschlagenen Alternativtrassen im Hinblick auf das angrenzende Wasserschutzgebiet ordnungsgemäß geprüft wurden.