Bezirksregierung Köln bestätigt: Stromleitung führt durch Hürth


Mit einem Planergänzungsbeschluss vom 25.06.2020 hat die Bezirksregierung Köln ihren Planfeststellungsbeschluss vom 30.12.2016 für den Bau- und Betrieb der „Höchstspannungsfreileitung Rommerskirchen-Sechtem“ ergänzt und Fehler korrigiert. Damit wird die von der Amprion GmbH beantragte Trassenführung durch Hürth bestätigt. Die Stromleitung kann nun auch in dem Abschnitt zwischen Frechen und Brühl errichtet werden.

Das Bundesverwaltungsgericht hatte am 14.03.2018 über insgesamt drei Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss der Bezirks-regierung Köln vom 30.12.2016 für den Bau- und Betrieb der Höchstspannungsfreileitung Rommerskirchen-Sechtem entschieden. Es wurden Fehler bei der Abwägung zwischen der planfestgestellten Trasse und einer Trassenalternative beanstandet.

Die Amprion GmbH hatte daraufhin die Trassenalternative neu bewertet und die Ergebnisse im November 2019 bei der Bezirksregierung eingereicht. Die Trassenalternative führt entlang von Gleuel, Burbach, Fischenich und dem Industriepark Knapsack südlich um Hürth herum.

Auf Grundlage der neuen Ergebnisse, einer durchgeführten Anhörung der damaligen Kläger und auf Basis der Erkenntnisse aus dem bereits durchgeführten Verfahren hat die Bezirksregierung Köln die ursprünglich beantragte Trasse mit der neuen Alternativtrasse verglichen und Vor- und Nachteile abgewogen. Hierbei wurde insbesondere die Siedlungsstruktur entlang der Antrags- und Alternativtrasse, die bedrängende Wirkung der neuen, deutlich höheren Maste, der Landschafts- und Naturschutz entlang beider Trassen sowie die technischen Schwierigkeiten bei Realisierung der Alternativtrasse verstärkt in den Blick genommen. Nach diesem ausführlichen Abwägungsprozess hat die Bezirksregierung Köln die ursprüngliche Antragstrasse bestätigt.

Da diese Trasse in ihrem Verlauf unverändert bleibt, entstehen keine neuen Betroffenheiten, sodass eine erneute Offenlage und Beteiligung der Öffentlichkeit nicht erforderlich ist. Trotzdem besteht für die Kläger des ursprünglichen Verfahrens beim Bundesverwaltungsgericht noch die Möglichkeit zur Klage gegen die nunmehr getroffene Entscheidung einzureichen.