Bestätigter Corona-Fall in Bonner Flüchtlingsunterkunft


In der Zentralen Unterbringungseinrichtung des Landes NRW in Bonn wurde am Wochenende eine Bewohnerin positiv auf das COVID-19 Virus getestet. Die Flüchtlingsunterkunft steht seitdem unter Quarantäne und eine Volltestung wurde veranlasst. Die Bezirksregierung Köln befindet sich in enger Abstimmung mit der Stadt Bonn und dem zuständigen Gesundheitsamt. So wurden zwischenzeitlich alle erforderlichen Schutzmaßnahmen getroffen, um ein weiteres Infektionsrisiko möglichst auszuschließen. Wie in anderen vergleichbaren Fällen wurden alle Betroffenen isoliert, deren Kontaktpersonen identifiziert und getestet. In der Folge wurde die Einrichtung vorsorglich für mindestens 14 Tage voll gesperrt. Sobald die Ergebnisse der Tests vorliegen, werden die weiteren erforderlichen Maßnahmen festgelegt.

Am Wochenende wurde bereits ein Sorgentelefon eingerichtet, um die Bewohner in ihrer Landessprache über die Situation zu informieren und die Maßnahmen aufzuklären. Außerdem gibt es ab sofort eine getrennte Wegeführung und eine vermehrte Reinigung und Desinfektion der Sanitäranlagen. Zusätzlich wurde allen Bewohnern und Mitarbeitern ein Mundschutz sowie Desinfektionsmittel ausgegeben, um einer weiteren Ausbreitung des Virus entgegen zu wirken. Auch das Reinigungs- und Sicherheitspersonal wurde aufgestockt.

Zur Beschäftigung in der Quarantäne werden sukzessive Unterhaltungsmedien in der Unterkunft installiert und den Bewohnern zur Verfügung gestellt sowie wird nach Möglichkeit auf spezielle Essenswünsche eingegangen. In der Unterkunft, die im Auftrag der Bezirksregierung durch das Deutsche Rote Kreuz betreut wird, stehen 480 Plätze zur Verfügung. Derzeit sind 230 Personen dort untergebracht.