Regionalrat Köln fasst einstimmig Beschlüsse für den gesamten Regierungsbezirk: Regionalplan-Konzept und „Abgrabungsplan“


Bezirksregierung Köln, Die Bilder sind in Verbindung mit der Pressemitteilung frei nutzbar.

Heute hat der Regionalrat Köln einstimmig zwei zentrale Beschlüsse gefasst, die für den gesamten Regierungsbezirk von Bedeutung sind. So hat er das Plankonzept für einen neuen Regionalplan beschlossen und den so genannten Erarbeitungsbeschluss für den Teilplan Nichtenergetische Rohstoffe (Lockergesteine) gefasst.

Regierungspräsidentin Gisela Walsken betonte, dass der Beschluss des Plankonzepts das gelungene Ergebnis eines umfangreichen informellen Planungsprozesses sei, der im Januar 2016 mit einer Konferenz der Hauptverwaltungsbeamten eingeleitet wurde. „Dieses Konzept“, so Frau Walsken, „schaffe es, durch regionale Lösungsvorschläge den sehr unterschiedlichen Herausforderungen im Planungsraum gerecht zu werden.“

Das Konzept bildet die Grundlage für die Durchführung der Umweltprüfung und die weitere Entwicklung hin zu einem Planentwurf. Dieser ist Voraussetzung für den Erarbeitungsbeschluss, der voraussichtlich im Jahr 2021 durch den dann neu konstituierten Regionalrat gefasst wird. „Ich gehe davon aus, dass umfassende Beteiligungsformate im weiteren Planungsprozess durchgeführt werden.“, sagte der Vorsitzende des Regionalrats Rainer Deppe.

Das Plankonzept selbst entfaltet noch keine Rechtswirkung. Es ist aber eine wichtige Grundlage für die zügige Weiterentwicklung hin zu einem neuen Regionalplan. Mit dem Beschluss des Teilplans Nichtenergetische Rohstoffe (Lockergesteine) hat der Regionalrat das förmliche Beteiligungsverfahren hierfür eingeleitet. Dabei handelt es sich um das Ergebnis eines mehrjährigen Planungsprozesses, welches in den kommenden Monaten zur allgemeinen und ergebnisoffenen Diskussion gestellt wird. Voraussichtlich zwischen Ende April und Ende Juni 2020 können sich Interessierte zu diesem Entwurf äußern, Verbesserungsvorschläge unterbreiten, Datengrundlagen prüfen und letztmalig Abgrabungsinteressen melden. Sämtliche Akteure sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen und dadurch die Zukunft der Region mitzugestalten. „Wir leben im Regierungsbezirk Köln in einer der rohstoffreichsten Regionen Deutschlands. Um das Abgrabungsgeschehen langfristig möglichst ergiebig und raumverträglich zu lenken, ist das nun beginnende Erarbeitungsverfahren von besonderer Bedeutung.“, sagte der Vorsitzende des Regionalrats Rainer Deppe.


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