Regionalplan-Konzept dem Regionalrat vorgestellt - Lösungsvorschläge für die unterschiedlichen Herausforderungen in der Region


Heute wurde dem Regionalrat Köln erstmalig ein Plankonzept für einen neuen Regionalplan für den gesamten Regierungsbezirk Köln vorgestellt. „Dieses Konzept schafft es, durch regionale Lösungsvorschläge den sehr unterschiedlichen Herausforderungen im Planungsraum gerecht zu werden“, sagte Regierungspräsidentin Gisela Walsken.

Insbesondere der steigende Bedarf an Wohnraum in den Ballungsgebieten fand seinen Niederschlag im Plankonzept. Dabei ist die Erreichbarkeit des Ballungsraums entlang der Rheinschiene und dem Aachener Raum innerhalb einer 45-minütigen Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln von den weniger stak besiedelten Gebieten ein wichtiges Kriterium im Konzept. Wo dieser Aspekt erfüllt ist finden sich Festlegungen zur siedlungsräumlichen Entwicklung auch im ländlichen Raum zur Deckung dieses Bedarfs.

Zudem ist die Stärkung der Wirtschaftskraft in der Region durch ein differenziertes Angebot an Flächen für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung ein wesentliches Merkmal des Plankonzepts. Der Vorsitzende des Regionalrats, Rainer Deppe, betonte, dass die Stärke des Plankonzepts darin liege, die Belange des Klima-, Umwelt- und Freiraumschutzes mit gleicher Stärke wie die Ansprüche an Flächen für Wohnen und Wirtschaft abzubilden. So lag ein besonderes Augenmerk auf der Freihaltung von so genannten Frischluftschneisen und der Sicherung der wertvollen regionalen Grünzüge.

In seiner nächsten Sitzung am 13. März wird das Konzept voraussichtlich vom Regionalrat als Grundlage für die Durchführung der Umweltprüfung und die weitere Entwicklung hin zu einem Planentwurf bestätigt werden. Dies ist wiederum Voraussetzung für den Erarbeitungsbeschluss, der voraussichtlich im Jahr 2021 durch den dann neu konstituierten Regionalrat gefasst wird und dem sich umfassende Beteiligungsformate anschließen werden.

Das Plankonzept selbst entfaltet noch keine Rechtswirkung. Es ist aber eine wichtige Grundlage für die zügige Weiterentwicklung hin zu einem neuen Regionalplan.