Ehemaliger Tagebau Bergheim neu zugeteilt


Die Flurbereinigung Bergheim tritt in eine entscheidende Phase. Anfang November ordnet die Bezirksregierung Köln die vorläufige Besitzeinweisung an, so dass die betroffenen Beteiligten des Flurbereinigungsverfahrens ihren Grundbesitz wieder eigenständig bewirtschaften können. Die Eigentumsumschreibungen im Grundbuch erfolgen zu einem späteren Zeitpunkt.

2002 wurde im vergleichsweise kleinen Tagebau Bergheim, auch Fortuna Feld genannt, die letzte Braunkohle gefördert. Die Grube wurde mit Abraum aus dem Tagebau Hambach bis zum 16. April 2009 wieder verfüllt.

Die infolge des Braunkohlentagebaus entstandenen Nachteile für die allgemeine Landeskultur sollen durch das Flurbereinigungsverfahren Bergheim beseitigt werden. Das Gelände wird nach aktuellen und betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten neu eingeteilt und gestaltet.

Das Flurbereinigungsgebiet Bergheim hat eine Größe von ca. 880 Hektar. Es umfasst zum größten Teil ausgekohlte und mittlerweile rekultivierte Flächen des Tagebaus „Bergheim“ sowie nicht abgebaute Randbereiche. Hinzu kommt ein Teil des Gutsbetriebes Schlenderhan, der aus katastertechnischen Gründen zugezogen wurde. Die neue Landschaft wird etwa zur Hälfte landwirtschaftlich genutzt. Der Rest ist Wald bzw. Grünland und Parkfläche.

Die Verbindung von Bergheim und Oberaußem über die frühere Landesstraße (heute Kreisstraße 22) soll wieder hergestellt werden. Hierzu wurde der erforderliche Grunderwerb im Flurbereinigungsverfahren berücksichtigt und die Flächen bereits lagegenau ausgewiesen.

Neue Wege, die in das Eigentum der Stadt Bergheim übergehen, dienen nicht nur der Bewirtschaftung, sie erschließen auch Erinnerungsstätten, welche an bedeutsamen Orten von der Kreisstadt Bergheim und der RWE Power AG eingerichtet werden. Insgesamt stehen ca. 40 Kilometer Wanderwege zur Verfügung.