Vier Navigationssatellitensysteme im SAPOS NRW


Der Satellitenpositionierungsdienst der deutschen Landesvermessung (SAPOS) unterstützt in NRW seit dem 01.06.2019 alle vier in Deutschland relevanten globalen Navigationssatellitensysteme (GNSS).

Vier Navigationssatellitensysteme im SAPOS NRW

Vier Navigationssatellitensysteme im SAPOS NRW


SAPOS basiert bisher auf den beiden, seit Ende der 80er Jahre aufgebauten Satellitennavigationssystemen GPS (USA) und Glonass (Russland). Die Integration des europäischen GNSS Galileo und des chinesischen GNSS Beidou ist eine gute Nachricht für die SAPOS-Nutzer in Nordrhein-Westfalen. Hiermit werden die Möglichkeiten bei professionellen Vermessungs- und Positionierungsanwendungen durch die gesteigerte Verfügbarkeit deutlich erweitert.

So stehen im hochpräzisen Echtzeitdienst SAPOS-HEPS nun prinzipiell insgesamt etwa 100 Navigationssatelliten zur Verfügung. Vorteile sind die Unabhängigkeit von einem einzelnen GNSS-System und eine schnellere und zuverlässigere satellitengestützte Positionierung auch unter schwierigen Messbedingungen.

Voraussetzung für die Nutzung der Galileo- und Beidou-Satelliten im SAPOS NRW ist ein mit den GNSS-Systemen und mit SAPOS kompatibles Endgerät für professionelle Anwendungen.

SAPOS ist ein Dienst des amtlichen deutschen Vermessungswesens der Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen der Länder der Bundesrepublik Deutschland (AdV) und richtet sich an mit entsprechenden Endgeräten ausgestattete professionelle Anwender unter anderem aus den Bereichen Land- und Forstwirtschaft, Umwelt- und Naturschutz, Energiewirtschaft, Ver- und Entsorgung, Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz, See- und Wasserwirtschaft, Telekommunikationswirtschaft, Flottenmanagement und Navigation im Verkehrswesen.

Die einzelnen Referenzstationen werden von den Bundesländern betrieben und sind einheitlich in Deutschland nutzbar. Betreiber und Ansprechpartner für die Nutzung von SAPOS in Nordrhein-Westfalen ist die Bezirksregierung Köln, Geobasis NRW mit Dienstsitz in Bonn. Geobasis NRW berechnet aus Beobachtungen der GNSS-Satelliten die dazu erforderlichen Referenzdaten für Nordrhein-Westfalen. Daraus entstehen Korrekturdaten, mit denen die sonst metergenaue Position der globalen Navigationssysteme bis zur Zentimeter-Genauigkeit verbessert wird.