Grenzüberschreitende Zusammenarbeit


Risiken und Katastrophen machen nicht an Landesgrenzen halt. Deshalb ist die Zusammenarbeit zwischen den zuständigen Behörden entlang der Grenze des Regierungsbezirks Köln zu den Nachbarländern, den Niederlanden und dem Königreich Belgien, für den Schutz der Einwohner*innen von großer Bedeutung. Die Abstimmung eines strukturierten Brand- und Katastrophenschutzes und die gemeinsame Koordination bei Großeinsatzlagen und Krisen leistet so einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit und Lebensqualität der Menschen.

Seit vielen Jahren findet im Regierungsbezirk Köln bereits eine enge Zusammenarbeit mit unseren ausländischen Nachbarn im Bereich des Katastrophenschutzes statt, besonders auch auf kommunaler und regionaler Ebene (z.B. durch EMRIC, Link s.u.). Rechtliche Rahmenbedingungen wurden geschaffen und teils bereits durch regionale Vereinbarungen konkretisiert. Um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit entlang der gesamten nordrhein-westfälischen Grenze weiter auszubauen, wurden in Umsetzung eines entsprechenden Landtagsbeschlusses bei den drei grenzanliegenden Bezirksregierungen Köln, Düsseldorf und Münster neue Stellen für die Zusammenarbeit geschaffen.

Diese Stellen verbinden und verstärken diese teilweise bereits gelebte Zusammenarbeit im Rahmen der Bündelungsfunktion der Bezirksregierungen. Die Rahmenbedingungen im Krisenmanagement sollen weitestgehend vereinheitlicht und dieses vermehrt interdisziplinär aufgestellt werden. Die Bezirksregierungen stehen den übrigen Aufgabenträgern dabei koordinierend und beratend zur Seite. Durch regelmäßige grenzüberschreitende Dienstbesprechungen, Seminare und Workshops sowie der Planung und Durchführung von Großübungen soll der fachliche und auch der persönliche Austausch zwischen den beteiligten Akteuren gefördert werden. Denn grenzüberschreitende Zusammenarbeit lebt von persönlichen Kontakten und dem ständigen Erfahrungsaustausch.

Dazu wurde u.a. auch das Netzwerk N4 gegründet.

N4

N4 steht für das Netzwerk Niederlande und NRW Nichtpolizeiliches Krisenmanagement. Das Netzwerk ist eine Arbeitsgemeinschaft zwischen den für Krisenmanagement zuständigen Partnern der niederländischen Sicherheitsregionen und den grenznahen deutschen Kreisen, kreisfreien Städten und den Bezirksregierungen. Unterstützt werden sie dabei auch von den niederländischen Kommissaren des Königs der Grenzprovinzen und weiteren Partnern.

Das Netzwerk N4 möchte die grenzüberschreitenden Zusammenarbeit dieser Akteure vertiefen. Es geht dabei um das gegenseitige Verstehen der Strukturen und Kulturen des Anderen. Dieses Verständnis ist in Krisenzeiten enorm wichtig, denn: Jede Krise ist anders. Und: Neben der Unterstützung lokaler Zusammenarbeit ermöglicht das Netzwerk den Austausch entlang der gesamten nordrhein-westfälischen Grenze mit den Niederlanden. Herausforderungen, die im Norden auftreten, sind im Süden vielleicht schon einmal gemeistert worden, und in einer Region bereits gefundenen Lösungen können für die anderen Partner Vorbild sein. Von dieser neuen Form der Kooperation werden daher die Grenzregionen beider beteiligten Länder in Zukunft profitieren.

Die Auftaktveranstaltung für das Netzwerk N4 fand am 16.09.2021 in Venlo statt.

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